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Tipps für ein gelingendes Schuljahr

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien wünscht Kindern und Jugendlichen alles Gute fürs neue Schuljahr und regt an, ein gutes Klassen- und Schulklima aufzubauen

Das Um und Auf eines guten Schuljahrs ist ein gutes Klassenklima. Wenn alle miteinander reden und aufeinander achten, haben Gewalt und Mobbing fast keine Chance und das Lernen fällt leicht. Zu einem guten Zusammenhalt in der Klasse können alle beitragen.

 

Was dabei helfen kann, ein gutes Klima herzustellen?

• Sich gerade zu Schuljahresbeginn Zeit zu nehmen für gemeinsame Aktivitäten, ist wesentlich: Ausflüge, Schulveranstaltungen, Workshops und alles, wo es möglich ist, ohne Lerndruck in Kontakt zu kommen und sich frei auszutauschen. In jedem Fall ist es dabei wichtig, darauf zu achten, dass alle mitmachen können – auch die, deren Familien wenig Geld haben. Neben Förderungen für Schulveranstaltungen durch Land oder Bund kann der Elternverein oft weiterhelfen – und hoffentlich auch bald ein Sozialindex, durch den die Schulen, die es besonders brauchen, mehr Geld bekommen. Die Kinder- und JugendanwältInnen Dunja Gharwal und Ercan Nik Nafs appellieren an die Schulen: „Nützen Sie die Chance, durch Schulveranstaltungen schon zu Beginn des Schuljahres ein positives Klassen- und Schulklima aufzubauen!“
• Das Klassenklima zu stärken ist Prävention von Gewalt und Mobbing. Die Zeit, die dafür aufgewendet wird, macht sich zehnfach bezahlt – alle lernen, sich selbst und die anderen besser wahrzunehmen und mit eigenen und fremden Gefühlen positiv umzugehen. So lassen sich Probleme viel schneller lösen, viele Konflikte entstehen erst gar nicht und Lernen geht viel entspannter und leichter. Ein Programm gegen Mobbing und für soziales Lernen kann dabei unterstützen.
Mitbestimmung ist ein Kinderrecht und ein wichtiges Mittel zur positiven Gestaltung von Schule. Egal, ob es um gemeinsame Aktivitäten, Unterrichtsinhalte und –methoden, die Gestaltung der Räume oder etwas anderes geht. Auch ein regelmäßiger Klassenrat bietet die Möglichkeit, aktuelle Themen gemeinsam zu diskutieren und Probleme zu besprechen.
• Leistungsbeurteilungen sind nie nur Informationen über den Lernerfolg, sondern haben immer auch Einfluss auf das weitere Lernen. Auch wenn Notenzeugnisse, die jetzt ab dem zweiten Semester der zweiten Klasse verpflichtend sind, dabei nicht unbedingt hilfreich sind: Eine Rückmeldung gibt immer auch Hinweise darauf, was noch gelernt werden sollte. Wenn sie ausführlich, konkret und im Dialog geschieht, kann sie auf dem weiteren Weg unterstützen. Diese formative Funktion von Beurteilungen ist wichtig – Austausch über Stärken und Schwächen, gemeinsame Reflexion über Lernfortschritte und detailliertes Feedback sind motivierend und lernförderlich.
• Gerade für jüngere Kinder ist es keine leichte Erfahrung, wenn sie die Klassengemeinschaft verlassen und eine Klasse wiederholen müssen. Leider ist Durchfallen aber seit diesem Schuljahr wieder ab der zweiten Schulstufe möglich. Umso wichtiger ist es, SchülerInnen mit Schwierigkeiten in bestimmten Fächern rechtzeitig, kontinuierlich und orientiert an ihren Interessen intensiv zu unterstützen oder auch gute Unterstützung zu suchen.

SchülerInnen leiden unter diskriminierenden und exkludierenden Strukturen – ob fehlendem Zusammenhalt, Deutschförderklassen oder Time-out-Gruppen. Nur wenn Zusammenhalt und gute Beziehungen und damit auch jede und jeder Einzelne in der Klasse mindestens genauso wichtig ist wie der Stoff für die nächste Prüfung, können alle über sich hinauswachsen. Denn Selbstbewusstsein, Empathiefähigkeit und Solidarität eröffnen Menschen neue Perspektiven.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft ist für SchülerInnen und alle, die sich für ihre Anliegen einsetzen, montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr erreichbar.
Dunja Gharwal und Ercan Nik Nafs ermutigen alle SchülerInnen: „Schaut hin, achtet aufeinander, bringt euch ein! Und wenn es weniger gut läuft und ihr Unterstützung braucht: Wir sind immer für euch da!“