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Studie zu Jugendlichen in der Wiener Jugendarbeit

Copyright: Baher Khairy, UnsplashWas bewegt die Jugendlichen? Was sind ihre Lebensrealitäten, ihre Sorgen und Erwartungen? Was ist ihnen wichtig und wie konstruieren sie sich ihre Identität? Mit diesen und anderen Fragestellungen beschäftigt sich die im Oktober 2016 veröffentlichte Studie „Jugendliche in der Offenen Jugendarbeit Wien“. Sie gibt einen tiefen Einblick in die Lebenslagen und vielfältigen Identitäten von jungen Menschen und befasst sich mit der ernsten Thematik abwertender Einstellungen.

Identitäten, Lebenslagen und abwertende Einstellungen

Durch ihre offene, wertschätzende und auf Freiwilligkeit basierende Arbeitsweise schafft es die Offene Jugendarbeit (OJA) Wien, vertrauensvolle Beziehungen zu jungen Menschen, die ihre Einrichtungen besuchen, aufzubauen. Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter können daher bereits in einem sehr frühen Stadium neue Entwicklungen unter den Jugendlichen wahrnehmen. Die OJA gehörte zu den ersten Institutionen, die einen Trend von stark abwertenden Einstellungen und auch religiös begründeten polarisierenden Identifikationen und Abgrenzungen verortet hat.

Um eine wissenschaftlich fundierte Basis über die Qualität, das Ausmaß und Zusammenhänge der Identitätssuche und abwertende Einstellungen gegenüber anderen zu erhalten, wurde 2014 von der Abteilung für Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA 13) eine Studie in Partnerschaft mit dem Verein Wiener Jugendzentren in Auftrag gegeben. Im selben Jahr wurde das Wiener Netzwerk Deradikalisierung und Prävention gegründet, um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowohl vor extremistischen Tendenzen und Gruppen als auch vor Stigmatisierung und Generalverdacht zu schützen. Die Wiener Jugendarbeit mit ihren rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt dabei eine zentrale Rolle innerhalb des Netzwerks ein.

Die Studie und ihre Ergebnisse bilden einen wesentlichen Teil des Arbeitsauftrags und der strategischen Orientierung des Wiener Netzwerks für Deradikalisierung und Prävention. Dies gilt zum einen für die Erkenntnisse zu Jugendlichen, die von Radikalisierung gefährdet sind, zum anderen für das große Feld der Abwertungsideologien. Themen wie Antisemitismus, Homophobie, ethnokulturelle Abwertungen und politisches Weltgeschehen müssen stärker mit jungen Menschen bearbeitet und diskutiert werden.

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Jugendliche in der Offenen Jugendarbeit (6,7 MB PDF)