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Rauchen ab 18 – Positionspapier der Kijas Österreich

 Copyright: Pixabay, Fixipixi_deluxe Wer im Erwachsenenalter raucht, hat mit großer Wahrscheinlichkeit im Teenageralter die erste Zigarette konsumiert. Je früher damit begonnen wird, desto eher entwickelt sich ein gesundheitsschädigendes Rauchverhalten. Bislang war Rauchen bereits ab 16 Jahren in Österreich erlaubt. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb das Land einen überdurchschnittlich hohen Anteil an jugendlichen Raucherinnen und Rauchern hat. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs begrüßen die Initiative des Bundes sowie der Länder, Rauchen erst ab dem 18. Lebensjahr zu gestatten. Sie fordern aber parallel dazu weitere konkrete Maßnahmen, die eine Trendumkehr bewirken.

Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß der Gesundheit

In ihrem Positionspapier listen die Kinder- und Jugendanwaltschaften sieben Maßnahmen auf, die sich auf das Kinderrecht zur Sicherstellung gesundheitsfördernder Maßnahmen (Artikel 24 der UN-Kinderrechtekonvention) stützen. Dazu gehören ein generelles Verbot von Zigarettenautomaten, die Einhaltung des Nikotinkonsumverbotes auf Schulgeländen und schulbezogenen Veranstaltungen sowie in Kinderbetreuungseinrichtungen und auf Spielplätzen, die bundesweite Legitimation von sogenanntem Mystery Shopping um die Einhaltung des Gesetzes zu überprüfen und die Verteuerung von Zigaretten. Die Einnahmen der Tabaksteuer sollten in Präventionsmaßnahmen und Aufklärungsarbeit gesteckt werden.

Beratung, Information und Hilfe statt Strafen

Bei Verstößen gegen das Rauchverbot sollten nicht Strafen im Vordergrund stehen. Die Kijas empfehlen verpflichtende Beratungsgespräche mit den Jugendlichen und ihren Erziehungsberechtigten, um aufzuklären und beim Aufhören zu unterstützen.

Zusätzlich zum Verbot sollten Präventionsmaßnahmen eingerichtet werden, wie Zielgruppenspezifische Informationskampagnen für Eltern, Schul- und Jugendarbeitspersonal, um auf die jeweilige Vorbildwirkung aufmerksam zu machen.

Das Positionspapier mit allen Maßnahmen im Detail findet sich auf der Website der Kijas.