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Gedenken an die Deportation des tschetschenischen Volkes 1944

„Ich bin Mohmad“, so beginnt die 16-jährige Amina ihren Auftritt. „So Mohmad wu.“  Amina ist in die Rolle eines Angehörigen geschlüpft, der die Deportation des tschetschenischen Volkes unter Stalin 1944 überlebt und Jahre später davon erzählt hat. „Fremd, so haucht er die Worte, fremd und heiser, doch das Leben regt sich allmählich in seinen verhärmten Zügen. Die Augen, suchend, verlassen mich nicht, sobald er spricht.“

Am 23. Februar 1944 wurden rund 500.000 Angehörige der tschetschnischen und der inguschischen Bevölkerung kollektiv aus ihrer Heimat nach Zentralasien deportiert. Ein großer Teil von ihnen hat die Reise in Güterzügen im tiefen Winter und die Zeit in der Verbannung nicht überlebt. In einer mehrstündigen Feier wurde am 23. Februar 2018 dieses traurigen Ereignisses gedacht. Initiiert wurde die Veranstaltung durch die tschetschenischen Vereine in Österreich – den Vereins Ichkeria und dem Netzwerk tschetschenischer Mütter in Österreich. Wesentliche Unterstützung kam von Beginn an von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

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Von alleine ändert sich nix – Plakat gegen Mobbing

Jedes 5. Schulkind in Österreich wird gemobbt. Dabei handelt es sich nicht um eine Lappalie – Mobbing bedeutet massives seelisches Leid für die Betroffenen und kann nachhaltigen Schaden anrichten. Lehrerinnen und Lehrer spielen in der Prävention von Mobbing eine wichtige Rolle. Es ist leichter Ausgrenzung und das Quälen einzelner Schülerinnen und Schüler zu verhindern, als die Wunden, die Mobbing in eine Klassengemeinschaft reißen, wieder zu heilen. Deshalb hat der Anti-Mobbing-Arbeitskreis der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien das Plakat „Von alleine ändert sich nix! Gegen Mobbing – Kurz und Knapp“ gezielt für die Zimmer der Lehrkräfte entwickelt. Es weist auf wichtige Primär- und Sekundär-Präventionsmaßnahmen hin und gibt einen Überblick über leicht umsetzbare Maßnahmen zur Prävention sowie im Umgang mit Mobbing.

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Personelle Veränderungen in der KJA

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien gibt zu Jahresbeginn zwei personelle Veränderungen bekannt. Nach 16 Jahren engagierter und wertvoller Mitarbeit in der KJA verabschiedete sich Martina Saygili im Herbst 2017 in die wohlverdiente Pension. Martina Saygili war eine erfahrene Mitarbeiterin mit scharfem Verstand und viel Herzlichkeit. Als Sozialarbeiterin aus Leidenschaft setzte sie sich stets für die Rechte und den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein. Neben ihrer Vollzeittätigkeit in der KJA engagierte sie sich auch beim Frauennotruf sowie in zahlreichen Projekten. Es verwundert daher nicht, wenn Martina Saygili auch im Ruhestand ihren Einsatz im Zeichen der Kinderrechte fortführt. Das Team der Kinder- und Jugendanwaltschaft wünscht ihr alles Gute, lange Gesundheit und viel Freude für diesen neuen, spannenden Lebensabschnitt.

Neuer Mitarbeiter

Neu im Team begrüßen wir Erwin Sebek.

Der gelernte Sozialarbeiter begann 1996 im Bereich Kinder- und Jugendhilfe beim Amt für Jugend und Familie (MA 11). Danach war er in den Familienherbergen der damaligen MA 12 (Sozialamt) tätig. Nach zweijähriger Springertätigkeit wieder bei der MA 11, übernahm er 2005 für sieben Jahre die Leitung zweier Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe für Männer. Nach der Leitung der Wintermaßnahme für wieder wohnen wechselte Erwin Sebek für dreieinhalb Jahre zur Abteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40). Dort war er für die Sozialarbeit im Bereich Mindestsicherung zuständig.

Beweggrund für den Wechsel zur KJA war die Überzeugung, dass Hilfe möglichst früh ansetzen muss: Die Wahrung und Förderung der Rechte von Minderjährigen ermutigt und stärkt diese in ihrer Entwicklung zu Erwachsenen, die nach demokratischen sowie humanistischen Grundsätzen handeln. Wir heißen Erwin Sebek sehr herzlich in unserem Team willkommen.

Forderungen für 2018 – Reaktion auf neues Regierungsprogramm

Der Jahreswechsel wird stets von Rückblicken, Bilanzen und Vorsätzen für das kommende Jahr begleitet. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien (KJA) hat für die neue Regierung eine Liste an „Neujahrsvorsätzen“ zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen erstellt. Die KJA möchte ÖVP und FPÖ gern beim Wort nehmen, wenn sie im Regierungsprogramm schreiben: „Für uns stehen vor allem die Kinder im Mittelpunkt“ (Seite 9). Leider vermissen wir für die Umsetzung dieses Ziels zahlreiche wichtige inhaltliche Aspekte. So mangelt es dem Programm vor allem auch an Maßnahmen für armuts- und ausgrenzungsgefährdete Kinder und Jugendliche, insbesondere für Kinder, die geflüchtet sind. Auch das Wort Kinderrechte kommt kein einziges Mal im Programm vor.

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Sonderbericht: Rechte von Kindern in der Fremdunterbringung

Im Jahr 2016 waren 13.646 Kinder und Jugendliche in Österreich fremduntergebracht, da sie aus unterschiedlichsten Gründen nicht bei ihren Familien aufwachsen können. Trotz Ausbau präventiver Hilfen und ambulanter Erziehungsunterstützung, steigt die Zahl der Fremdunterbringungen in Österreich. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen benötigen für die Zeit ihrer Unterbringung ein stabiles Umfeld sowie Betreuung, die sich am Kindeswohl und an den Kinderrechten orientiert.

Der Sonderbericht 2017 der österreichischen Volksanwaltschaft (VA) zum Thema „Kinder und ihre Rechte in öffentlichen Einrichtungen“ zeigt jedoch, dass aufgrund struktureller Missstände, der Schutz der Kinder nicht immer ausreichend gewährleistet werden kann. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften der österreichischen Bundesländer wurden von der VA eingeladen ihre Veränderungsvorschläge zur Gewaltprävention in einem eigenen Bericht einzubringen, der gemeinsam mit dem Sonderbericht veröffentlicht wurde.

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Breites Bündnis fordert eine aktuelle Kinderkosten-Erhebung

Familien müssen für zahlreiche Kosten mehrfach aufkommen: Essen, Kleidung, Wohnraum, Kinderbetreuung, Schule, Freizeit und Urlaub sind oft eine große finanzielle Herausforderung. Doch wie viel eine Familie durchschnittlich tatsächlich ausgeben muss, ist seit den 1960er-Jahren nicht mehr erhoben worden. Wenn sich politische EntscheidungsträgerInnen mit Unterhaltsrecht oder Familienförderung beschäftigen, sind aktuelle Daten jedoch unumgänglich. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs (KIJAS) fordern daher gemeinsam mit einem breiten Bündnis von über 70 Organisationen in einem Offenen Brief die neue Regierung auf,  die aktuellen Kinderkosten österreichweit zu erheben.

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Internationaler Kinderrechtetag: Kinder machten Politik im Wiener Rathaus auf ihre Rechte aufmerksam

Anlässlich des internationalen Tags der Kinderrechte am 20. November machten die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Wichtelgasse und die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien (KJA) im Wiener Gemeinderat Politikerinnen und Politiker auf die Rechte von Kindern aufmerksam. Österreich hat in vielen Bereichen bei den Kinderrechten aufholbedarf: Gewaltschutz, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Partizipation sind für viele Kinder und Jugendlichen keine Selbstverständlichkeit. Damit die Abgeordneten sich der Wichtigkeit des Themas nicht nur am 20. November, sondern jeden Tag erinnern, teilten die Schülerinnen und Schüler ein Buch sowie selbstverfasste Texte zur Thematik aus.

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VOICE – Starke Stimme gegen sexualisierte Gewalt im Sport

 Copyright: Pixabay, TaniaVdB Athletinnen und Athleten im Leistungssport müssen sich sowohl körperlich als auch mental stark auf ihr Team und ihre Trainerinnen und Trainer verlassen. Wird dieses Vertrauens- und Autoritätsverhältnis missbraucht, fällt es vielen Opfern schwer darüber zu sprechen. Wissenschaft und Sportorganisationen haben das Problem von sexualisierter Gewalt im Sport zu lange ignoriert. Mit dem EU-Projekt VOICE sollen die Berichte von Betroffenen gehört und aufgearbeitet werden. Am 20. September 2017 wurde das Projekt präsentiert. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien unterstützt als Partner.

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No Hate – Free Hugs

 Copyright: Pixabay/DomAlberts Das No Hate Speech Movement setzt sich für ein besseres Miteinander ein. Im Rahmen des bOJA-Projekts zur No Hate Speech Kampagne entstehen neben dem Kampagnenspot fünf Videos, die Aktionen aus Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit zeigen. Diese beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema „Hassreden“. Das erste Video zeigt eine Aktion des Jugendzentrums Bad Aussee. Beim Narzissenfest in Bad Aussee fand dieses Jahr eine Free-Hugs Aktion statt, bei der zahlreiche Umarmungen geteilt wurden. Das Jugendzentrum setze damit ein Zeichen gegen Hass und unterstützte die No Hate Speech Kampagne. Ein Team von CU-TV (die Jugendredaktion des Vereins Wiener Jugendzentren) filmte die Aktion.

Weiterführende Informationen

#makelovegreatagain – Youtube

Worüber im Wahlkampf gesprochen werden sollte – Stellungnahme der KIJAs Österreich

 Copyright: KJA Vor 25 Jahren, am 5. September 1992, trat in Österreich die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Seitdem konnten einige Erfolge verzeichnet werden, doch Rechte für Kinder hängen immer noch vor allem mit dem aufenthaltsrechtlichen Status, der Herkunft und der sozioökonomischen Situation der Eltern zusammen. Anlässlich des Jubiläums fordern die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs (KIJAs) die wahlkämpfenden Parteien und Listen Österreichs dazu auf, nach der Wahl das Thema Kinderrechte als dringlichste Agenda voranzustellen und kinderrechtliche Verbesserungen anzupacken.

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