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Fachtagung: 1 Kind, 3 Systeme… gleich behandelt, gleich betreut?

Am 13. Juni findet die Fachtagung „1 Kind, 3 Systeme… gleich behandelt, gleich betreut?“ in Salzburg statt. Sie wird von den KIJAs Österreich, der Volksanwaltschaft und dem Institut für Menschenrechte organisiert. Ziel der Tagung ist es, die Rahmenbedingungen für fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche im Sinne von Partizipation, Inklusion und Chancengerechtigkeit weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Programm: 2 MB PDF

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Projekt zur Entwicklung von Maßnahmen gegen Abwertungs-Ideologien gestartet

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien ist eine der acht Partnerorganisationen des spannenden Forschungsprojektes AWID. Dabei sollen Maßnahmen gegen abwertende Einstellungen und Radikalisierung von Jugendlichen entwickelt werden. Das Kick-off Meeting fand am 16. April 2018 statt. Das Konzept zielt auf die Stärkung der Widerstandskraft gegen ideologische Einflüsse ab.

Lehrkräfte und Personen aus dem Bereich der Jugendarbeit sollen mit Werkzeugen und Wissen ausgestattet werden, die den Frühformen von Radikalisierung entgegenwirken können. Koordiniert wird das Projekt durch die AEI, der Agentur für Europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung. Die Laufzeit beträgt 2 Jahre.

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Frühjahrstagung der KIJAs 2018: Presseaussendung


Die Kinder- und Jugendanwältinnen und -anwälte Österreichs trafen sich von 18. bis 19. April zur Frühjahrstagung in St. Pölten. In einer gemeinsamen Presseaussendung hielten die KIJAs die aktuellen Schwerpunkte für die Durchsetzung der Rechte von Kindern fest.

Presseaussendung der KIJAS Österreichs: 126 KB PDF

Neue Mitarbeiterin in der KJA

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien freut sich sehr, die Sozialarbeiterin Alexandra Böck im Team begrüßen zu dürfen.

Alexandra Böck bringt vielfältige Erfahrungen aus der Praxis mit. In ihren sechs Dienstjahren als Schulsozialarbeiterin in Wien hatte die 33-Jährige mit den unterschiedlichsten Problemstellungen und Herausforderungen zu tun. Davor war sie im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Sucht- und Drogenhilfe tätig. Neben ihrem Studium am FH Campus Wien arbeitete sie in einer psychiatrischen Einrichtung.

Immer wieder erlebte Alexandra Böck in der Fallarbeit, dass die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu kurz kommen. Der Wechsel zur Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien war vor allem dadurch motiviert, dass die Oberösterreicherin sich ab nun ausschließlich parteilich für Kinder und Jugendliche einsetzen möchte. Willkommen im Team!

 

Jamal al-Khatib – Der Weg eines Aussteigers. Pädagogische Arbeit mit radikalisierten Jugendlichen

Extremistische Propaganda im Internet ist leider weitverbreitet und in vielen Fällen höchst professionell gestaltet. Selbst eher kleine Gruppen, wie die rechtsextremen Identitären in Österreich, oder der territorial geschlagene Islamische Staat (IS) sind im Internet groß vertreten. Mit für die Zielgruppe äußerst ansprechend gestalteten Video-Botschaften locken sie vor allem junge Menschen an. Bisher wird dieser massiven Propaganda noch wenig entgegengesetzt.
Eine erfolgreiche Ausnahme ist das Online-Streetwork-Projekt Jamal al-Khatib – Mein Weg. In kurzen Videos erzählt die teilfiktive Identifikationsfigur Jamal, wie er in Österreich in die jihadistische Szene abdriftet und im Gefängnis seine Entscheidungen hinterfragt. Die Videos basieren auf tatsächlichen Erlebnissen von jungen Wienern, die aus der salafistisch-jihadistischen Szene ausgestiegen sind.

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Nicht genügend! KIJA-Stellungnahme zu Gesetzesänderungs-Entwurf für Schulen

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs erteilen der Regierung für die geplanten Änderungen von Gesetzen im Schulbereich ein klares „nicht genügend“. Der Entwurf des Bundesgesetzes, mit dem das Schulorganisationsgesetz, das Schulunterrichtsgesetz und das Schulpflichtgesetz 1985 geändert werden soll, ist nach Auffassung der KIJAs gänzlich abzulehnen, da er dem Wohl des Kindes widerspricht. Besonders starke Kritik richtet sich gegen die angedachte Einführung von separaten Deutschförderklassen, die Segregation und Benachteiligung von Kindern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch benachteiligen.

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Stellungnahme zum Schulpflichtgesetz

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs haben eine Stellungnahme zum Entwurf des Schulpflichtgesetzes verfasst. Von der Regierung sind darin verschärfte Strafen für das Fernbleiben von der Schule geplant. Strafen bringen jedoch nichts beziehungsweise verschlimmern die Probleme nur.

Die Gründe für Schulabsentismus können sehr unterschiedlich sein. Selten steckt ein bloßer Unwille des Kindes dahinter. Die Ursachen sind oft im familiären und schulischen Bereich zu finden: innerfamiliäre Konflikte, mangelnde Erziehungskompetenz der Eltern, psychische Erkrankungen von Familienangehörigen, häusliche Gewalt oder Mobbing in der Schule.

Wichtig ist es daher in jeden Einzelfall die umfassende Prüfung der möglichen Ursachen des Schulschwänzens.

Stellungnahme: 312 KB PDF

Gedenken an die Deportation des tschetschenischen Volkes 1944

„Ich bin Mohmad“, so beginnt die 16-jährige Amina ihren Auftritt. „So Mohmad wu.“  Amina ist in die Rolle eines Angehörigen geschlüpft, der die Deportation des tschetschenischen Volkes unter Stalin 1944 überlebt und Jahre später davon erzählt hat. „Fremd, so haucht er die Worte, fremd und heiser, doch das Leben regt sich allmählich in seinen verhärmten Zügen. Die Augen, suchend, verlassen mich nicht, sobald er spricht.“

Am 23. Februar 1944 wurden rund 500.000 Angehörige der tschetschenischen und der inguschischen Bevölkerung kollektiv aus ihrer Heimat nach Zentralasien deportiert. Ein großer Teil von ihnen hat die Reise in Güterzügen im tiefen Winter und die Zeit in der Verbannung nicht überlebt. In einer mehrstündigen Feier wurde am 23. Februar 2018 dieses traurigen Ereignisses gedacht. Initiiert wurde die Veranstaltung durch die tschetschenischen Vereine in Österreich – den Vereins Ichkeria und dem Netzwerk tschetschenischer Mütter in Österreich. Wesentliche Unterstützung kam von Beginn an von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien.

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Von alleine ändert sich nix – Plakat gegen Mobbing

Jedes 5. Schulkind in Österreich wird gemobbt. Dabei handelt es sich nicht um eine Lappalie – Mobbing bedeutet massives seelisches Leid für die Betroffenen und kann nachhaltigen Schaden anrichten. Lehrerinnen und Lehrer spielen in der Prävention von Mobbing eine wichtige Rolle. Es ist leichter Ausgrenzung und das Quälen einzelner Schülerinnen und Schüler zu verhindern, als die Wunden, die Mobbing in eine Klassengemeinschaft reißen, wieder zu heilen. Deshalb hat der Anti-Mobbing-Arbeitskreis der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien das Plakat „Von alleine ändert sich nix! Gegen Mobbing – Kurz und Knapp“ gezielt für die Zimmer der Lehrkräfte entwickelt. Es weist auf wichtige Primär- und Sekundär-Präventionsmaßnahmen hin und gibt einen Überblick über leicht umsetzbare Maßnahmen zur Prävention sowie im Umgang mit Mobbing.

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Forderungen für 2018 – Reaktion auf neues Regierungsprogramm

Der Jahreswechsel wird stets von Rückblicken, Bilanzen und Vorsätzen für das kommende Jahr begleitet. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien (KJA) hat für die neue Regierung eine Liste an „Neujahrsvorsätzen“ zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen erstellt. Die KJA möchte ÖVP und FPÖ gern beim Wort nehmen, wenn sie im Regierungsprogramm schreiben: „Für uns stehen vor allem die Kinder im Mittelpunkt“ (Seite 9). Leider vermissen wir für die Umsetzung dieses Ziels zahlreiche wichtige inhaltliche Aspekte. So mangelt es dem Programm vor allem auch an Maßnahmen für armuts- und ausgrenzungsgefährdete Kinder und Jugendliche, insbesondere für Kinder, die geflüchtet sind. Auch das Wort Kinderrechte kommt kein einziges Mal im Programm vor.

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