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Mobbing verhindern

Copyright: KJAMobbing hat für betroffene Kinder und Jugendliche oft tiefgreifende psychologische, soziale und gesundheitliche Auswirkungen. Mit einer neuen Broschüre der Kinder- und Jugendanwaltschaft setzt die Stadt Wien auf Prävention und bietet Pädagoginnen und Pädagogen konkrete Hilfestellung für dieses sensible Thema.

Mobbing macht vielen jungen Menschen das Leben zur Hölle. Erniedrigung, Ausgrenzung und psychische Gewalt finden immer häufiger nicht nur an klassischen Orten wie der Schule, sondern auch über Handy und Social Media statt. Dabei handelt es sich keineswegs um Lappalien, Mobbing kann für die Betroffenen gravierende Folgen haben.

Mobbing an Schulen weit verbreitet

Es gibt viele Formen von Mobbing: psychische und physische Gewalt, sowie das Ausgrenzen und bloßstellen mittels digitaler Medien (Cybermobbing). „Mobbing und Bullying sind keine Kavaliersdelikte. Die Auswirkungen auf betroffene Kinder und Jugendliche sind oftmals dramatisch“, so Stadträtin Sonja Wehsely bei der Veröffentlichung der Broschüre. Junge Menschen leiden, oft bis ins Erwachsenenalter, an Angststörungen, Depressionen, sozialer Isolation bis hin zu Suizid(-gedanken). Laut OECD-Studie ist der Anteil an gemobbten Schülerinnen und Schülern in Österreich erschreckend hoch. Bei einer Befragung von Rat auf Draht gab die Hälfte der Schülerinnen und Schüler an, Mobbing bereits einmal erlebt zu haben.

„Gerade in der Schule sind Kinder und Jugendliche besonders gefährdet, Opfer von Mobbing zu werden. Pädagoginnen und Pädagogen nehmen demnach eine wichtige Rolle ein, wenn es darum geht, ein sicheres und wertschätzendes Miteinander zu leben, aufkeimende Konflikte zu erkennen und professionell darauf zu reagieren“, betont Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorsky.

Ercan Nik Nafs von der Kinder- und Jugendanwaltschaft ergänzt: „Durch Sensibilisierung, respektvollen Umgang miteinander und konsequentes Handeln bei Grenzverletzungen wollen wir jungen Menschen Sicherheit vermitteln und so dazu beitragen, dass Ausgrenzung und Diskriminierung im Schulalltag keinen Platz hat.“

Neue Broschüre für PädagogInnen

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten hat die Kinder- und Jugendanwaltschaft im Auftrag der Stadt Wien eine Broschüre entwickelt. Beteiligt waren der Stadtschulrat Wien, Verein together, die Wiener Polizei, Verein Poika, Saferinternet, Verein Samara, Verein Selbstlaut und die Männerberatung Wien. Die Broschüre bietet einen Handlungsleitfaden, der Pädagoginnen und Pädagogen wichtige Skills im Umgang mit Mobbing vermittelt. Die Publikation informiert über Fortbildungsangebote sowie Literatur und Arbeitsmaterialien zu dem Thema. Die Broschüre zeigt einfache Maßnahmen und Schritte, die dazu beitragen können, dass Mobbing gar nicht erst entsteht.

Download

Mobbing bei Kindern und Jugendlichen. Prävention in pädagogischen Einrichtungen (2 MB PDF)