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Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut: Kinderarmut ist die Verletzung eines Kinderrechts!

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien (KJA) macht anlässlich des Tages für die Beseitigung der Armut erneut darauf aufmerksam, dass Kinderrechte unter anderem das Recht auf soziale Sicherheit, auf Anerkennung eines angemessenen Lebensstandards, auf Freizeit, Spiel, altersgemäße Erholung sowie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben beinhalten. Kinder müssen gesund aufwachsen können – kein Kind darf aufgrund von Armut seiner Rechte beraubt werden.

Von Armut betroffene Kinder spüren die soziale Ungleichheit in all ihren Facetten und erleben erhebliche Einschränkungen in zentralen Lebensbereichen. Die aktuelle und erschreckend hohe Anzahl von Kindern und Jugendlichen in Österreich, die von Armut betroffen oder armutsgefährdet sind, beläuft sich auf rund 324.000. Der Großteil dieser jungen Menschen lebt in Wien.

Partizipation an der Gesellschaft ist ein Grundrecht

Kinder, die in Armut aufwachsen, haben häufig keinen Zugang zu qualitativ guter Bildung oder ausreichenden Gesundheitsleistungen. Einer Studie zufolge, auf die die KJA in ihrem aktuellen Jahresbericht hinweist, müssen in Österreich 54.000 Kinder auf eine gesunde Ernährung verzichten. Gesundheit betrifft aber auch beispielsweise die Leistbarkeit einer Wohnung, die keine Nachteile für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat. 118.000 Kinder leben in Haushalten, die sich unerwartete Ausgaben, wie den Ersatz oder die Reparatur von Elektrogeräten, nicht leisten können, oder in verschimmelten Wohnungen.

Die Folgen von Kinderarmut sind dann häufig aufgrund von Schamgefühl die soziale Isolation bzw. die gesellschaftliche Ausgrenzung, die Kinder und Jugendliche gerade in ihrer gesunden Entwicklung massiv beeinträchtigen. Armut macht einsam und krank und das darf nicht sein – denn jedes Kind hat das Recht auf ein Leben in Würde und sozialer Teilhabe!

Die diesbezüglichen Forderungen der KJA sind im aktuellen Jahresbericht zu finden: https://kja.at/site/files/2019/07/Bericht_18.pdf

Wir fordern aber auch die künftige Bundesregierung auf, Kindern und Jugendlichen das Recht auf eine lebenswerte Zukunft zu sichern und die Durchführung einer neuen Kinderkosten-Erhebung im Regierungsprogramm zu verankern und zu budgetieren!