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Stellungnahme

Wenn häuslicher Unterricht eine Kindeswohlgefährdung darstellt

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs orten ein erhöhtes Risiko der Kindeswohlgefährdung bei häuslichem Unterricht aufgrund von Mangel an Transparenz und Qualifikationsnachweisen, sowie durch die geringen Außenkontakte, die zu Isolation und Abschottung von Kindern führen können. Da in Österreich keine Schul-, sondern lediglich eine Unterrichtspflicht besteht, können Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Kinder zu einem häuslichen Unterricht anmelden. Die Praxis zeigt immer öfter, dass häuslicher Unterricht missbräuchlich angewandt werden kann, um Kinder von ihrer Umwelt zu isolieren und sie mit einseitigen Informationen und problematischen Weltanschauungen zu manipulieren. In einem ausführlichen Positionspapier legen die Kijas ihre Bedenken und Forderungen dar.

Positionspapier zum häuslichen Unterricht 2018: 5,3 MB PDF

Stellungnahme zu Beschäftigungsverboten für Jugendliche in Raucherräumen

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs kritisieren in einer Stellungnahme den Verordnungsentwurf zu Beschäftigungsverboten und -beschränkungen für Jugendliche (§ 7a KJBG-VO) des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz. Der Nichtraucherschutz für Minderjährige, der darin festgelegt werden soll, ist unzureichend. Der Entwurf sieht widersprüchliche, nicht nachvollziehbare Regelungen vor, die in der Praxis nicht umzusetzen sind. Während etwa das Passivrauchen im Auto für Jugendliche mittlerweile verboten ist, hält es das BMASGK offenbar für weniger schädlich, wenn diese für eine Stunde pro Arbeitstag in Räucherbereichen der Gastronomie tätig sind.

Stellungnahme KJBG-VO: 229 KB PDF

Offener Brief: Rechte für junge Geflüchtete

Menschen, die flüchten müssen, sind weder kriminell noch bedrohlich, sondern brauchen unsere Solidarität und unseren Schutz. Wenn wir sogar traumatisierte Kinder und Jugendliche ohne Rücksicht auf deren Leben das Asyl verweigern, verroht unsere Gesellschaft. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs kritisieren in einem offenen Brief die verschärften Asylgesetze und deren katastrophalen Auswirkungen auf junge, geflüchtete Menschen, die hier in Österreich Schutz suchen.

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Frühjahrstagung der KIJAs 2018: Presseaussendung


Die Kinder- und Jugendanwältinnen und -anwälte Österreichs trafen sich von 18. bis 19. April zur Frühjahrstagung in St. Pölten. In einer gemeinsamen Presseaussendung hielten die KIJAs die aktuellen Schwerpunkte für die Durchsetzung der Rechte von Kindern fest.

Presseaussendung der KIJAS Österreichs: 126 KB PDF

Nicht genügend! KIJA-Stellungnahme zu Gesetzesänderungs-Entwurf für Schulen

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs erteilen der Regierung für die geplanten Änderungen von Gesetzen im Schulbereich ein klares „nicht genügend“. Der Entwurf des Bundesgesetzes, mit dem das Schulorganisationsgesetz, das Schulunterrichtsgesetz und das Schulpflichtgesetz 1985 geändert werden soll, ist nach Auffassung der KIJAs gänzlich abzulehnen, da er dem Wohl des Kindes widerspricht. Besonders starke Kritik richtet sich gegen die angedachte Einführung von separaten Deutschförderklassen, die Segregation und Benachteiligung von Kindern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch benachteiligen.

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Stellungnahme zum Schulpflichtgesetz

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs haben eine Stellungnahme zum Entwurf des Schulpflichtgesetzes verfasst. Von der Regierung sind darin verschärfte Strafen für das Fernbleiben von der Schule geplant. Strafen bringen jedoch nichts beziehungsweise verschlimmern die Probleme nur.

Die Gründe für Schulabsentismus können sehr unterschiedlich sein. Selten steckt ein bloßer Unwille des Kindes dahinter. Die Ursachen sind oft im familiären und schulischen Bereich zu finden: innerfamiliäre Konflikte, mangelnde Erziehungskompetenz der Eltern, psychische Erkrankungen von Familienangehörigen, häusliche Gewalt oder Mobbing in der Schule.

Wichtig ist es daher in jeden Einzelfall die umfassende Prüfung der möglichen Ursachen des Schulschwänzens.

Stellungnahme: 312 KB PDF

Breites Bündnis fordert eine aktuelle Kinderkosten-Erhebung

Familien müssen für zahlreiche Kosten mehrfach aufkommen: Essen, Kleidung, Wohnraum, Kinderbetreuung, Schule, Freizeit und Urlaub sind oft eine große finanzielle Herausforderung. Doch wie viel eine Familie durchschnittlich tatsächlich ausgeben muss, ist seit den 1960er-Jahren nicht mehr erhoben worden. Wenn sich politische EntscheidungsträgerInnen mit Unterhaltsrecht oder Familienförderung beschäftigen, sind aktuelle Daten jedoch unumgänglich. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs (KIJAS) fordern daher gemeinsam mit einem breiten Bündnis von über 70 Organisationen in einem Offenen Brief die neue Regierung auf,  die aktuellen Kinderkosten österreichweit zu erheben.

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Rauchen ab 18 – Positionspapier der Kijas Österreich

 Copyright: Pixabay, Fixipixi_deluxe Wer im Erwachsenenalter raucht, hat mit großer Wahrscheinlichkeit im Teenageralter die erste Zigarette konsumiert. Je früher damit begonnen wird, desto eher entwickelt sich ein gesundheitsschädigendes Rauchverhalten. Bislang war Rauchen bereits ab 16 Jahren in Österreich erlaubt. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb das Land einen überdurchschnittlich hohen Anteil an jugendlichen Raucherinnen und Rauchern hat. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs begrüßen die Initiative des Bundes sowie der Länder, Rauchen erst ab dem 18. Lebensjahr zu gestatten. Sie fordern aber parallel dazu weitere konkrete Maßnahmen, die eine Trendumkehr bewirken.

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Erleichterungen für Schuldner nicht auf Kosten von Kindern

kijaDie Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs sehen massive Nachteile für Kinder und Jugendliche durch die geplanten Änderungen des Privatinsolvenzrechts. Der Änderungsentwurf sieht Erleichterungen für Schuldner vor. Er übersieht jedoch die Auswirkungen des Gesetzes für jene Kinder und Jugendlichen, die auf Unterhaltszahlungen durch verschuldete Elternteile angewiesen sind.

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KJA fordert Schließung der Josefstadt

Copyright: tadah, PixabayDelinquente Jugendliche gehören nicht in den Knast. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien fordert seit Jahren die alternative Unterbringung und Betreuung von straffällig gewordenen Jugendlichen sowie die Einrichtung eines eigenen Jugendgerichtshofes. Die Haftanstalt Josefstadt ist mit ihren Strukturen und Räumlichkeiten kein Platz für Erwachsene und schon gar nicht für Jugendliche, so Monika Pinterits und Ercan Nik Nafs, von der Kinder- und Jugendanwaltschaft der Stadt Wien.

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