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Abschiebungen junger Menschen – Wir verlieren alle

Die 18-Jährige Rose und die 15-Jährige Ranya lebten seit drei Jahren bestens integriert mit ihren Eltern und den jüngeren Geschwistern in Österreich. Sie verbrachten hier prägende Jahre ihrer Entwicklung und sprechen perfekt Deutsch. Rose absolvierte bereits ein Jahr der Ausbildung zur Krankenpflegerin, Ranya hatte in einem der Top-Hotels in Salzburg eine Lehrstelle in Aussicht – sie ging als beste Bewerberin im Auswahlverfahren hervor. Doch weder wird Ranya noch Rose werden ihre Ausbildungen abschließen können. Die Mädchen wurden am 8. August 2018 in den Irak abgeschoben. Die Kinder und Jugendanwaltschaft Salzburg hat die Mädchen lange begleitet.

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Stellungnahme zu Beschäftigungsverboten für Jugendliche in Raucherräumen

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs kritisieren in einer Stellungnahme den Verordnungsentwurf zu Beschäftigungsverboten und -beschränkungen für Jugendliche (§ 7a KJBG-VO) des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz. Der Nichtraucherschutz für Minderjährige, der darin festgelegt werden soll, ist unzureichend. Der Entwurf sieht widersprüchliche, nicht nachvollziehbare Regelungen vor, die in der Praxis nicht umzusetzen sind. Während etwa das Passivrauchen im Auto für Jugendliche mittlerweile verboten ist, hält es das BMASGK offenbar für weniger schädlich, wenn diese für eine Stunde pro Arbeitstag in Räucherbereichen der Gastronomie tätig sind.

Stellungnahme KJBG-VO: 229 KB PDF

Offener Brief: Rechte für junge Geflüchtete

Menschen, die flüchten müssen, sind weder kriminell noch bedrohlich, sondern brauchen unsere Solidarität und unseren Schutz. Wenn wir sogar traumatisierte Kinder und Jugendliche ohne Rücksicht auf deren Leben das Asyl verweigern, verroht unsere Gesellschaft. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs kritisieren in einem offenen Brief die verschärften Asylgesetze und deren katastrophalen Auswirkungen auf junge, geflüchtete Menschen, die hier in Österreich Schutz suchen.

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Breites Bündnis gegen eine „Verländerung“ der Kinder- und Jugendhilfe

Seit Jahren bemühen sich die Kinder- und Jugendanwaltschaften  der Bundesländer (KIJAS) gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten, dass alle Kinder in ganz Österreich die gleichen Leistungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe erhalten und somit für alle der gleiche Schutz sichergestellt ist. Pläne der Regierung, die Kinder- und Jugendhilfe zur Ländersache zu erklären, sorgen nun jedoch für die berechtigte Sorge, dass eine „Verländerung“ negative Folgen im Bereich Kinderschutz und Gleichbehandlung zur Folge haben wird.  Am 26. Juni 2018 positionierte sich daher eine breites Bündnis von Organisationen bei einer Pressekonferenz in der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien deutlich gegen die geplante „Verländerung“ der Kinder- und Jugendhilfe.

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Ramadan für Kinder

Der Ramadan hat am 16. Mai begonnen. Für viele muslimische Gläubige ist der Ramadan eine besondere Zeit, weil es nicht nur um das Fasten zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geht, sondern auch um eine innere Reinigung und Reflexion – darum das eigene Verhalten positiv zu verändern, anderen zu helfen und sich zu bemühen, ein besserer Mensch zu werden. In den letzten Jahren traten jedoch vermehrt Anfragen von Lehrkräften in den KIJAs auf, nachdem in den Klassen während des Ramadans immer wieder fastende Kinder im Unterricht gesundheitliche Probleme hatten, bis hin zu Kreislaufzusammenbrüchen aufgrund von Dehydrierung. Deshalb möchten die KIJAs auch dieses Jahr alle Eltern auf die Wichtigkeit von kindgerechtem Fasten hinweisen.

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Diskussionsveranstaltung: Wie umgehen mit Hass im Netz? – Medienbildung für Jugendliche

Wie geht man mit Cybermobbing, Fake News und Hass im Netz um? Woher kommt die Wut und wie wird sie populistisch instrumentalisiert?  Die MEET-Diskussionsveranstaltung analysiert die Mechanismen von Lügen und Hass im Netz und stellt konkrete Tools und Strategien für Medienbildung in der Schule und der Jugendarbeit vor. Es diskutieren die Autorin und digitale Botschafterin Österreichs Ingrid Brodnig und die Medienpädagogin Katja Friedrich über mögliche und konkrete Handlungsfelder für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Das Event wird von der Universität Wien und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien gemeinsam organisiert und findet am 4. Juni 2018 von 14 bis 16.30 Uhr an der Pädagogischen Hochschule Wien statt.

Eintritt ist kostenlos, Anmeldung erforderlich.

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Fachtagung: 1 Kind, 3 Systeme… gleich behandelt, gleich betreut?

Am 13. Juni findet die Fachtagung „1 Kind, 3 Systeme… gleich behandelt, gleich betreut?“ in Salzburg statt. Sie wird von den KIJAs Österreich, der Volksanwaltschaft und dem Institut für Menschenrechte organisiert. Ziel der Tagung ist es, die Rahmenbedingungen für fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche im Sinne von Partizipation, Inklusion und Chancengerechtigkeit weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Programm: 2 MB PDF

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Projekt zur Entwicklung von Maßnahmen gegen Abwertungs-Ideologien gestartet

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien ist eine der acht Partnerorganisationen des spannenden Forschungsprojektes AWID. Dabei sollen Maßnahmen gegen abwertende Einstellungen und Radikalisierung von Jugendlichen entwickelt werden. Das Kick-off Meeting fand am 16. April 2018 statt. Das Konzept zielt auf die Stärkung der Widerstandskraft gegen ideologische Einflüsse ab.

Lehrkräfte und Personen aus dem Bereich der Jugendarbeit sollen mit Werkzeugen und Wissen ausgestattet werden, die den Frühformen von Radikalisierung entgegenwirken können. Koordiniert wird das Projekt durch die AEI, der Agentur für Europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung. Die Laufzeit beträgt 2 Jahre.

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Frühjahrstagung der KIJAs 2018: Presseaussendung


Die Kinder- und Jugendanwältinnen und -anwälte Österreichs trafen sich von 18. bis 19. April zur Frühjahrstagung in St. Pölten. In einer gemeinsamen Presseaussendung hielten die KIJAs die aktuellen Schwerpunkte für die Durchsetzung der Rechte von Kindern fest.

Presseaussendung der KIJAS Österreichs: 126 KB PDF

Neue Mitarbeiterin in der KJA

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien freut sich sehr, die Sozialarbeiterin Alexandra Böck im Team begrüßen zu dürfen.

Alexandra Böck bringt vielfältige Erfahrungen aus der Praxis mit. In ihren sechs Dienstjahren als Schulsozialarbeiterin in Wien hatte die 33-Jährige mit den unterschiedlichsten Problemstellungen und Herausforderungen zu tun. Davor war sie im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Sucht- und Drogenhilfe tätig. Neben ihrem Studium am FH Campus Wien arbeitete sie in einer psychiatrischen Einrichtung.

Immer wieder erlebte Alexandra Böck in der Fallarbeit, dass die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu kurz kommen. Der Wechsel zur Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien war vor allem dadurch motiviert, dass die Oberösterreicherin sich ab nun ausschließlich parteilich für Kinder und Jugendliche einsetzen möchte. Willkommen im Team!